Lorin Sklamberg, Grammy-Gewinner und Lead-Sänger der legendären Band „Klezmatics“ aus New York, ist einer der wichtigsten Repräsentanten jiddischer Kultur, wenn nicht d e r Sänger aus der jiddischen Musikwelt. Sklamberg studierte zunächst klassischen Gesang und kam im Zuge der allgemeinen Folk-Bewegung im Amerika der 70er/80er mit jiddischer Musik in Berührung. Sein Counter-Tenor macht seine Gesangs-Interpretationen einzigartig, nicht zuletzt auch durch die  Mischung von jiddischer Liedtradition mit Weltmusik und Pop. Auf seiner Solo-Tournee begleitet er sich auf drei Instrumenten: Gitarre, Akkordeon  umd Klavier. Sein Repertoire reicht von Woody-Guthrie-Songs über chassidische Nigunim, jiddische Arbeiter- und Protestlieder bis hin zu neu arrangierten traditionellen Yiddish-Songs.  

In seinem Vortrag am 13.2.09 präsentiert Sklamberg das weltberühmte New Yorker „Yivo-Institut“ (Institute for Jewish Research), die international führende Einrichtung zur Erforschung jüdischer Kultur, für das Sklamberg seit vielen Jahren als Klangarchivar arbeitet. 1925 in Wilna gegründet, musste das Institut 1940 aufgrund der drohenden Zerstörung durch die Nationalsozialisten nach New York umziehen.
Das „Yivo“ bewahrt, neben einer umfangreichen Kollektion jiddischer Manuskripte, Bücher, Photos und Videos, eine einzigartige Sammlung von Tondokumenten, u.a. mit seltenen Feldaufnahmen jiddischer Musik. Sklamberg wird das Ton-Archiv des „Yivo“ vorstellen, ausgewählte Feldaufnahmen und Raritäten spielen, die die verschiednen Traditionen des jiddischen Gesanges nachzeichnen.
Konzert am 14.2.09 um 20 Uhr
im Leonar

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